LA VOIX HUMAINE

DIE MENSCHLICHE STIMME

 

TRAGÉDIE LYRIQUE IN EINEM AKT

VON FRANCIS POULENC NACH JEAN COCTEAU

 

Eine Frau spricht am Telefon mit ihrem ehemaligen Geliebten. Beide nutzen das Medium aus − es gibt nur die Stimme. Sich nicht zu sehen, bietet die Chance, die Wahrheit zu verschleiern. Sie ermöglicht die Lüge, gibt Gelegenheit, sich so darzustellen, wie man gesehen werden möchte. Das Bild entsteht im Kopf des Gesprächspartners. Es kann manipuliert werden, aber die Wahrheit lässt sich nicht verleugnen. Sie bricht in die Wirklichkeit ein und erscheint dann umso grausamer.

 

Fast 300 Jahre nach Dido and Aenaes entstanden, zeigt La voix humaine die Verzweiflung einer Frau, die − nachdem ihre Wunschbilder zerbrechen − auf sich selbst und ihre Ängste zurückgeworfen wird. Das Telefon wird die letzte Verbindung zu einer Welt, deren Existenz in Zweifel steht.

PREMIERE

18.05.2019

GROSSES HAUS

19:30 Uhr

Bühne

Rudy Sabounghi

Kostüm

Katharina Heistinger